Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch

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Musikalisch Gutes tun

Artikel vom: 13.03.2017


Musikalisch Gutes tun

Die Streichorchester der Musik- und Kunstschule Achern-Oberkich und des Hans-Furler-Gymnasiums spenden den Erlös des diesjährigen Benefizkonzerts an die internationale Hilfsorganisation CARE.

 

"Hand in Hand können wir die Welt verändern." Ernst blick der syrische Mann, dessen Arme diese Botschaft zieren, in die Kamera. Sein Portrait ist eines von 14 Fotografien syrischer Flüchtlinge, die aktuell im Forum des Hans-Furler-Gymnasiums ausgestellt werden. Ebendort ist man vergangenen Sonntagabend seinem Appell gefolgt. Der Erlös des diesjährigen Benefinzkonzerts kommt der Hilfsorganisation CARE zu Gute, die sich unter anderem für syrische Flüchtlinge engagiert.

Eröffnet wurde der musikalische Reigen vom zahlreichen und engagierten musikalischen Nachwuchs: den Ministrings der Musikschule Achern/ Oberkirch. Die jungen Geiger, Bratschisten und Cellisten unter der Leitung von Veronika Ohnmacht spielten sich vom ersten Ton an in die Herzen des Publikums. Die Begeisterung für das gemeinsame Musizieren war deutlich zu spüren und übertrug sich auf das Publikum.

Das Vororchester der Musikschule Achern/ Oberkirch und des HFG legte nach und überzeugte, dirigiert von Anna Münchenberg, mit einer gekonnten Interpretation der Oregano-Suite von J. v. d. Dungen und einer gelungenen Mischung aus beschwingten und nachdenklichen Melodien. Der unterschiedliche Charakter der Tanzsätze kamen dabei sehr gut zur Geltung, so dass die Zuschauer sich von der dynamischen Bandbreite an Klangfarben davontragen lassen konnten.

Ganz andere, aber ebenfalls nachdenkliche Töne schlug Leah Hanraths, Referentin der internationalen Hilfsorganisation CARE, an und warb um die Unterstützung der zahlreichen Zuhörer. 13,5 Millionen Menschen seien vom Konflikt in Syrien betroffen, rief sie in Erinnerung. "6,6 Millionen wurden aus Syrien vertrieben", ergänzt sie und stellt die Arbeit der Hilfsorganisation vor: in Syrien selbst sowie in den Flüchtlingslagern in Jordanien und im Libanon fördert CARE Projekte und auch in Deutschland leisten sie Integrationshilfe.  Außerdem bieten sie Workshops an Schulen an, um den Schülerinnen und Schülern das Thema "Flucht und Asyl" näher zu bringen. Auf einen solchen Workshop dürfen sich die 9. Klässler des HFG am kommenden Freitag freuen. Sie lud die interessierten Besucher außerdem dazu ein, die bei diesem Anlass eröffnete DEAR WORLD-Ausstellung im Forum des HFG zu besuchen. Auf 14 Fotografien präsentieren syrische Flüchtlinge Botschaften an die Welt, die sie sich auf Arme und Hände geschrieben haben. "Ich will mein altes Leben zurück" heißt es auf dem einen, "Hand in Hand können wir die Welt verändern", auf einem anderen. Die Bilder stimmen nachdenklich, machen betroffen, appellieren an unser Mitgefühl: Schaut nicht weg, seht uns in die Augen, helft uns.

Aber nicht nur das Thema, sondern auch die Musik vermochte es, die Herzen zu erwärmen. Mit Stücken von H. Purcell und J. G. Albrechtsberger stellte das Kammerorchester der Musikschule Achern/ Oberkirch und des HFG unter der Leitung von Jörg Werner sein Können unter Beweis. Das gut harmonierende Ensemble sicherte sich den Beifall des Publikums durch eine ansprechende musikalische Leistung und eine große Sicherheit des Spiels. Der Abend wurde abgerundet von den von Jörg Werner für das Streichorchester bearbeiteten Phantasiestücken von C. Cui. Mit orientalischen Klängen ging ein gelungener Konzertabend zu Ende und entließ die Zuhörer in die Ausstellung und den lauen Frühlingsabend.

Schulleiter Peter Bechtold fand abschließend lobende Worte für die Ensembles: "Es ist eine Binsenweisheit, dass Musik viel bewegen kann. Sie kann Menschen zueinander bringen und sie kann sich - wie der heutige Abend beweist - in den Dienst einer guten Sache stellen." Er hob die Bedeutung von Hilfsorganisationen wie CARE hervor, die sich in Zeiten, in denen Mauern gebaut werden, der Menschlichkeit verschrieben haben. "Ohne Grenzen", betonte er und bedankte sich bei allen Beteiligten für einen rundum und besonders musikalisch gelungenen Abend. Im nächsten Jahr, so seine Hoffnung, könne man mit dem Frühjahrskonzert vielleicht ja das neue Musikforum eröffnen.

 

Text/ Fotos: Hel

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